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Funkstation SE-403
Motorisierte Kurzwellenstation M1K
Telefunken GmbH, Berlin / Telefunken AG, Zürich /
Autophon AG, Solothurn, Lizenzbau des Senders

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überarbeitet am 28.12.2011

Die Motorisierte Kurzwellenstation M1K wurde von der Telefunken Berlin GmbH 1941 - 1944 entwickelt, sie trug die Telefunkenbezeichnung Kurzwellenstation 1122B.
Das in der Schweiz befindliche Material reichte nur zum Bau von 21 Stationen, weshalb 1946/6 als Zwischenlösung 60 Stück der amerikanischen Station SCR-499A aus Surplus-Beständen beschafft wurden.

Kurzwellen - Funkstation mit Sender & Empfänger,

Sender Spez AS3028 (Telefunken): 3 - 25 MHz
Empfänger E44 (Autophon): Superhet - Empfänger mit Spulenrevolver

CW (A1), Telegraphie tönend (A2), Telephonie (A3), Schnelltelegraphie

pout 1000 - 1400 W A1/Oberstrich / 300 - 350 W A3/Mittelstrich

 

 

 

Geländelastwagen mit Dach- resp. später Rutenantenne für Fahrtbetrieb, Stromversorgungsaggregat in Einachsanhänger,
Drehstrom - Generator (380/220 V, 50 Hz, 15 kVA) zum Betrieb mit Dieselmotor 25 PS.

Die Motorisierte Kurzwellenstation M1K wurde ab 1941 von der Telefunken GmbH in Berlin entwickelt, die Fertigung begann 1944 und zog sich kriegsbedingt in die Länge, der Sender wurde von Autophon unter der Bezeichnung AS60 in Lizenz gefertigt, als Stationsempfänger kam der Autophon - Allwellenempfänger E44 zum Einsatz. Das Antennenmaterial musste auf die Schweizer Topographie adaptiert werden, Telefunken Zürich war für den Einbau der Station in die Fahrzeuge zuständig.

Sender Autophon AS60 Autophon E44
Der Sender Telefunken As3028 respektive der Lizenzbau Autophon AS60 ist vierstufig aufgebaut, der Steuersender ist in sechs Teilbereichen kapazitativ abstimmbar, der Hauptsender mit Variometern abzustimmen, die Antennenabstimmung erfolgt mittels Schleifdraht - Variometern.
Im Sender arbeiten drei RV12P2000 Wehrmachts - Röhren und eine LS50, im Steuerkreis vier Stück LS50 und im Leistungskreis zwei RS 384, die Sendepentoden sind fanggittermoduliert.
Als Empfänger kam zunächst der mit einem Trommeltuner und einer geeichten Frequenzskala versehene ausschliesslich mit Batterieröhren D1F bestückte Allwellenempfänger Autophon E44 zum Einsatz.
Später wurde auf den Autophon E-627 als Stationsempfänger umgerüstet.

weitere Lektüre:
d: Dokumentation Funkstationen der Armee
d: Das Fernmeldematerial der Schweizerischen Armee seit 1975, R.J.Ritter, Folge 1/2
d: SE-403 / M1K auf der website www.hamfu.ch der IgUem

© 30.12.2011 Martin Bösch