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Funkstation SE-405 / Z - Station / ZM - Station
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überarbeitet am 1.7.2011 |
Die mit Geräten aus dem Hause RCA aufgebaute Flugfunkstation SE-405 umfasst einen
Kurzwellensender und -empfänger und zwei UKW-Sender und -empfänger.
Mit der Umstellung des Flugfunks in den VHF-Bereich gegen Ende der Vierzigerjahre
(z.Bsp. Einführung P51 "Mustang" 1948 und Beschaffung De Havilland DH-100 "Vampire" 1948)
wurden neue Bodenfunkstationen für den Boden- Luft- Verkehr notwendig, zusätzlich
mussten mit Bergstationen Funkverbindungen zwischen den Flugplätzen und Einsatzzentralen
errichtet werden. Als Kurzwellensender kommt ein RCA 500 Watt - Sender AVTG 500 R zum Einsatz,
der in den Betriebsarten CW(A1) und Telephonie (A3) betrieben werden kann. Das
Kurzwellenband wird in drei Bereichen überstrichen, die Frequenzen sind quarzgesteuert.
Im Bereich 2 - 5 MHz entspricht die Quarzfrequenz der Sendefrequenz, im Bereich
5 - 13 MHz wird die Sendefrequenz von der Quarzfrequenz verdoppelt, im Bereich
13 - 20 MHz verdreifacht, zu den entsprechenden Bandbereichen sind die entsprechenden
Spulensätze einzusetzen. Die Antenne wird mit dem Abstimmgerät BC - 939 A angepasst. Auf den Ultrakurzwellen kommen zwei Sender mit einer Ausgangsleistung von
225 Watt zum Einsatz, die im Bereich 105 - 156 MHz arbeiten. Auch hier werden
werden durch Stecken oder Ziehen von Kurzschlussbügeln Frequenzverdoppler
und Verdreifacherstufen aktiviert oder umgangen. Neben normaler
amplitudenmodulierter Telephonie (A3, wie im UKW-Flugfunkband heute noch üblich)
kann mittels schaltbarem Tongenerator auch in tönender Telgraphie (A2) gearbeitet
werden.
Zur Station gehören noch ein Messsender Boonton Modell 80 (Zur Abstimmung der UKW-Sender) und ein Kathodenstrahl - Oscilloscop Dumont Modell 292. Als Kurzwellenantenne war eine Dipolantenne mit 70 Ohm-Zuführung oder Betrieb an der Rutenantenne des Fahrzeugs möglich, für UKW dienten im Sendebetrieb zwei Dipolantennen oder eine Wagen - Dipolantenne, zum Empfangsbetrieb die Hauptantenne oder zwei Hilfsdipole. Die Stromversorgung kann über eine Drehstromnetzspeiseanlage 250 / 380 / 500 V resp. von einem Benzinaggregat PE-95 mit 220 V / 60 Hz erfolgen. Die Z-Station / SE-405 wurde 1948 in einer Anzahl von 11 Stationen beschafft, die mobilen Stationen ZM / SE-405/m blieben bis 1969 im Dienst, die festen Stationen SE-405/f verrichteten bis 1990 ihren Dienst. weitere Lektüre:
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