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Fahrbar Leichte Funkstation 25 (1926)
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überarbeitet am 12.2.2016 |
Mit Abschluss der Vereinheitlichung und Modernisierung der "Fahrbar Leichten Funkstation"
standen 1926 insgesamt sechzehn Stationen mit vereinheitlichetem Material zur Verfügung,
welche die neue Bezeichnung "Fahrbar Leicht 25" (F.L.25) erhielten.
Der von der Deutschen Gesellschaft für drahtlose Telegraphie, Berlin, entwickelte
Röhrensender ARS 68b hatte den alten Löschfunkensender der
"Fahrbar Leichten Funkstation" abgelöst. Aufgrund der identischen Abmessungen des
Senderkastens konnten die Sender von den eidgenössischen Konstruktionswerkstätten
(K+W Thun) einfach ausgetauscht werde. Die erneuerte "Fahrbar Leichte Station 25" wurde nun mit dem Röhrensender ARS 68b
bestückt, der im Bereich 187 - 800 kHz abgestimmt werden konnte und eine
Ausgangsleistung von 75 Watt erbrachte. Der Röhren - Zwischenkreissender ARS 68b ist mit zwei Röhren bestückt. Telephoniebetrieb war mit dem Sender ARS 68b nur mit dem mit einer Triode RV 222 bestückten Modulatorzusatz möglich, der beim Sendebetrieb mit Glättung der Anodenspannung durch die externe Siebkette in die Gitterzuführung der Sendetriode eingeschlauft wurde. Dieser wurde in der Schweizer Armee nicht eingeführt und die Gitterzuleitung mit einem Kurzschlussstecker zum Telegraphiebetrieb überbrückt. Der "Empfänger E25" resp. Telefunken Spez 7 Bs ist ein Zweikreis- Reflexempfänger. Im Empfängerkasten ist auch der Niederfrequenzverstärker Spez 60 Bs untergebracht, zwei Trioden RE11 (später ersetzt durch RE 062) erbringen zum Kopfhörerbetrieb ausreichende Leistung. Mit dem ebenfalls im Empfängerkasten untergebrachten Wellenmesser KW 61e konnte die Kontrolle von Sendefrequenz (eine Glühlampe zeigte Resonanz mit dem Sender-Oszillator an) und Empfangsfrequenz (ein Oszillatorsignal des Wellenmessers wurde dem Empfänger zugeführt) erfolgen. Das von Sender ausgekoppelte Antennensignal (und die Sende- / Empfangsumschaltung) erreichte den Empfängerkasten durch ein Multipol-Flachbandkabel. Der Zwischenkreissender ARS 68b wurde an die Schweizer Bedürfnisse angepasst, wichtigstes
Erkennungsmerkmal sind die Buchsen für die Siebkette zum A1 - Betrieb, die bei den
Schweizer Stationen in der linken oberen Geräteecke liegen - in der Version der deutschen
Reichswehr prangte dort das Telefunken - Logo und die Siebkettenanschlüsse befanden
sich unterhalb des Klappdeckels zum Röhrenfach. Als Antennenmaterial war eine sechsdrähtige Schirmantenne vom 15 m Teleskopmast
(mit sechs "hoch" abgehenden Gegengewichtsdrähten) auf dem Hinterwagen
oder eine zwischen zwei 12 m hohen Steckmasten ausgespannte 60 m T- oder
neu auch L- Zweidrahtantenne
mit über dem Boden ausgespannten Gegengewichtsdrähten vorgesehen. Die Stromversorgung erfolgte mit dem Benzinaggregat Siemens MG 1949. Der Benzinmotor treibt einen Wechselstromgenerator zur Erzeugung der Primärkreisspannung von 300 V, 500 Hz, an. Ein gleichzeitig betriebener Gleichstromgenerator steuert die Erregerwicklung der Wechselstrommaschine, mit einem Regelwiderstand ("Tonschieber") kann der Erregerstrom und damit die Generatorspannung eingestellt werden.
Mit der Umrüstung der "Fahrbar Leichten Funkstation" auf den Röhren - Zwischenkreissender ARS 87 und den "Empfänger 25" (Telefunken Spez 7Bs) wurde die Station als "Fahrbar Leichte Funkstation 25" bezeichnet. weitere Lektüre: © 11.2.2016 Martin Bösch |