überarbeitet am 20.10.2011
|
Zellweger, Uster, entwickelte die Fahrbar Leichte Funkstation 40 um 1940, von 1941 bis 1947
kam die Station als FL40 im Protzfahrzeug, dem sogenannten "Gmüeswägeli" zur Truppe.
Die Geräte der Station, Sender und vor allem der Empfänger, der Gleich- und Wechselrichter
wurden auch in anderen Funkstationen in unterschiedlichen Konfigurationen eingesetzt, so
vor allem in motorisierten Funkstationen.
 |
Der Sender FL40 ist in einer noch „trag-baren“
Metallkiste mit seitlichen Klappen zum Lufteinlass und für die Antennenanschlüsse untergebracht.
Der Sender deckt die Langwellenbereiche 190-242 / 242-400 / 400-715 kHz und
die Kurzwellenbereiche 1500-2300 / 2300-3300 / 3300-4500 kHz ab. |
Der Empfänger "Uster" / E41 arbeitet
auf Frequenzen unter 12 MHz als Einfachsuper und darüber als Doppelsuper,
der Frequenzwechsel erfolgt ähnlich wie beim HRO durch den Wechsel von Steckspulensätzen,
der Empfänger ist mit Batterieröhren (vorwiegend KF3U) bestückt. |
 |
 |
In einer Kiste finden sich Antennendrähte und Gegengewichte für Lang- und Kurzwellenantenne.
Dazu kommen noch zwei Mastmaterial - Kisten.
Ein selbstschwingender Teleskopmast ist am Protzfahrzeug montiert. |
Als Alternative zum Betrieb mit Akkumulatoren und Wechselrichter entwickelte
Zellweger später ein Netzspeisegerät zum Betrieb des Empfängers E41 direkt
vom Lichtnetz. |
 |
 |
Der Wechselrichter dient zur Versorgung des Empfängers E41 mit der Anodenspannung
von 120V und der Heizspannung von 6V bei ausgeschaltetem Generator und Fernbetrieb
des Empfängers, der dann ab Akkus gespeisen wird. |
Im Gleichrichter wird die vom Generator herkommende Speisespannung von 50V/ 150 Per.
auf die notwendigen Betriebsspannungen gleichgerichtet: 1250 & 300 V als Anodenspannungen
für den Sender, 120 V als Anoden- und 6 V als Heizspannung für den Empfänger. 6V zur Akkuladung. |
 |
 | Der Generator stellt die Betriebsspannung von 50V / 150 Hz für die Station
bereit, er kann von einem Benzinmotor oder einem Elektromotor (Ein- oder Dreiphasennetz)
betrieben werden. |
Das Ladegerät dient zum Laden der für den Stationsbetrieb notwendigen Ni-Fe oder
Ni-Cd Akkumulatoren mit einem maximalen Ladestrom von 10 Amp. |
 |
| Das empfängerseitige Fernbetriebsgerät ähnelt einem Armeetelephon,
neben dem normalen Telephonhörer kann ein Kopfhörer und Mikrophon zum Besprechen
des Senders und eine Morsetaste angeschlossen werden. |
Am senderseitigen einfacher aufgebauten Fernbetriebsgerät werden die Tast-
resp. Sprechsignale dem Sender weitergegeben. Wie mit einem normalen Armeetelephon
kann mit der Gegenstelle Kontakt aufgenommen werden. | |
© 20.10.2011 Martin Bösch
|