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Fliegertücher

In der Frühzeit der Fliegerei gegen Ende des ersten Weltkriegs konnten aus den Flugzeugen zum Boden zwar per Funk Meldungen übermittelt werden, es war aber schwierig eine Empfangstechnik zu finden, welche an Bord eines Flugzeugs gehandhabt werden konnte.

Mit den erschütterungsanfälligen Detektorempfängern, auf dem Kristall musste mit einem Drähtchen herumgestochert und eine halbleitende Stelle gefunden werden, war kein stabiler Empfang möglich. Fliegertücher T: Feind in der Mitte eingedrungen Bis zur Entwicklung ausreichend leistungsfähiger Röhrenempfänger war eine Rückmeldung Boden - Luft nicht möglich. Man behalf sich zur Rückmeldung an den Piloten mit farbigen Tüchern, die am Boden ausgelegt wurden, je nach Farben und Konfiguration konnten verschiedene Mitteilungen weitergegeben werden: „Erkunde nach Osten, Rückkehr zum Flugplatz…“ etc.

Naturgemäss war die Anzahl der verschiedenen Meldungen extrem eingeschränkt, die Situation besserte sich erst, mit der Einführung leistungsfähiger Bordempfänger.

Nachdem bereits zuvor Versuche mit Flieger-Auslegetüchern unternommen worden waren, kam vom Kommando der Flieger- & Flabtruppen im Juni 1940 der Antrag zur Beschaffung von Fliegertüchern. Zur Einführung gelangen sollten

  • Auslegetücher 40 x 60 cm resp. 40 x 40 cm, rot-weiss (eine Seite rot, Rückseite weiss) mit einem Rohrkreuz, zur Signalisierung der vordersten Frontlinie
  • Signaltücher 500 x 100 cm, jeweils drei Tücher wurden zur Übermittlung von Meldungen vom Boden an die Flieger genutzt, sie bildeten jeweils eine „Tücherstation“.

Die Regimente, Bataillone und Abteilungen der Infanterie und der Leichten Truppen wurden mit insgesamt 390 Tücherstationen ausgerüstet. Im Juli 1944 war die Beschaffung der Flieger-Meldetücher abgeschlossen.

Von der Nachrichtensektion des Armeestabs wurden Informationen bzgl. des Einsatzes von Fliegertüchern im europäischen Umland eingeholt. Die deutschen Truppen markierten die Frontlinie mit weissen Tüchern oder Fahnen, bei der italienischen Armee waren Signalstationen mit 48 weissen Bodentüchern zur Signalisation der Frontlinie und Übermittlung von Meldungen an die Flieger bei der Infanterie Rgt und Bat im Einsatz. Symbole für Meldungen In verschiedenen Manövern wurde ab 1936/37 das Zusammenwirken von Infanterie und Fliegern erprobt, eine direkte Funkkommunikation Truppe - Flugzeug war in den Vierzigerjahren noch nicht realisierbar.

Im Jahr 1947 wurden von den Flieger- / Flabtruppen zwanzig Bodentücherstationen mit jeweils

  • vier Signaltüchern 5 x 1 m, eine Seite rot, die andere Seite weiss
  • einem Signaltuch 8 x 1 m

beschafft. Gegenstand von Diskussionen war der Einsatz von gelber anstelle der roten Farbe und vom Einsatz von Tüchern einer oliv- oder fleckgrünen Rückseite zum Zweck von Signalisation oder auch Tarnung diskutiert.

Die Artillerie besass im weiteren Auslegetücher 800 x 80 cm rot und weiss sowie Auslegetücher 300 x 80 cm ebenfalls jeweils in rot und weiss.

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